Zahlen zum Markt
Woher der Honig kommt, den Deutschland isst
Wie viel Honig in Deutschland erzeugt und wie viel eingeführt wird, führt die amtliche Versorgungsbilanz Jahr für Jahr fort. Die Reihe unten reicht von 2010 bis 2025 — und sie hat sich in den letzten Jahren deutlich bewegt.
Einfuhr und deutsche Erzeugung
Die Schere schließt sich. 2010 kam auf ein Kilo deutschen Honig das 3,9-fache aus dem Ausland, 2025 nur noch das 1,8-fache: Die Einfuhr fiel von 90.600 auf 67.700 Tonnen, die Erzeugung stieg von 23.200 auf 38.600 Tonnen — der höchste Wert, den die Bilanz seit 1990 verzeichnet.
Eingeführt In Deutschland erzeugt in tausend Tonnen
Was ein Volk im Jahr gibt
Der Ertrag je Volk hängt am Wetter, und zwar heftig. 2021 brachte ein Volk im Bundesschnitt 19,2 Kilo, 2025 waren es 39,4 — mehr als das Doppelte. Steuern lässt sich das nicht: Futter, Rähmchen und die Behandlung gegen die Varroamilbe kosten im schlechten Jahr dasselbe wie im guten. Das ist der Grund, warum ein Glas vom Imker nicht dem Preis im Regal folgen kann.
Honigertrag je Volk, in Kilogramm
Woher der eingeführte Honig kommt
Vier Länder lieferten 2025 zusammen die Hälfte der Einfuhr. Steht auf einem Glas „Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern“, ist es eine Mischung aus mehreren Ländern — deutscher Honig ist nicht darunter.
Anteil an der Einfuhrmenge 2025
- Argentinien18 %
- Ukraine15 %
- Chile9 %
- Mexiko8 %
- übrige Länder50 %
Alle Werte als Tabelle
| Jahr | Erzeugung | Einfuhr | Ausfuhr | Selbstversorgung % | kg je Volk |
|---|---|---|---|---|---|
| 2025 | 38,6 | 67,7 | 19,6 | 44,5 | 39,4 |
| 2024 | 31,8 | 73,3 | 20,0 | 37,4 | 31,0 |
| 2023 | 35,0 | 64,9 | 18,7 | 43,1 | 36,3 |
| 2022 | 34,1 | 75,6 | 21,0 | 38,5 | 34,5 |
| 2021 | 19,6 | 78,7 | 29,8 | 28,6 | 19,2 |
| 2020 | 29,3 | 90,1 | 29,7 | 32,6 | 29,8 |
| 2019 | 24,1 | 82,2 | 25,3 | 29,7 | 25,6 |
| 2018 | 28,7 | 86,0 | 22,8 | 31,2 | 31,8 |
| 2017 | 28,6 | 93,1 | 24,4 | 29,4 | 32,6 |
| 2016 | 21,6 | 84,3 | 24,1 | 26,4 | 26,3 |
| 2015 | 23,4 | 90,5 | 24,1 | 26,1 | 30,3 |
| 2014 | 20,2 | 85,5 | 22,9 | 24,4 | 27,4 |
| 2013 | 19,0 | 91,0 | 21,9 | 21,5 | 26,4 |
| 2012 | 17,9 | 84,4 | 21,1 | 22,0 | 25,6 |
| 2011 | 25,8 | 78,0 | 19,0 | 30,4 | 37,2 |
| 2010 | 23,2 | 90,6 | 20,6 | 24,9 | 33,8 |
Zahlen zu Erzeugung, Ein- und Ausfuhr, Selbstversorgung und Ertrag: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, „Versorgungsbilanz Honig“, bmel-statistik.de (Datenlizenz Deutschland – Zero – Version 2.0). Der Wert für 2025 ist vorläufig. Herkunftsländer: Statistisches Bundesamt, Außenhandelsstatistik, nach Angaben des Bundesministeriums für Landwirtschaft. Abgerufen am 9. August 2026.
Bienen im Anflug
In dem nachfolgenden Video sind die Bienen im Anflug zu Ihrer Behausung zu sehen. Möchten Sie jedoch unsere Bienen live beobachten, dann empfehlen wir Ihnen unseren Live-Stream.
Produktionskosten
| Beschreibung | Kosten für 4 Völker | Verteilung in % |
|---|---|---|
| Zeitaufwand Bienenhaltung | 576,00 € | 38,7 % |
| Verbrauchsgüter Bienenhaltung | 381,72 € | 25,6 % |
| Gebrauchsgüter Bienenhaltung | 152,90 € | 10,3 % |
| Gebühren/sonstige Ausgaben | 122,70 € | 8,2 % |
| Zeitaufwand Honigerzeugung | 120,00 € | 8,1 % |
| Verbrauchsgüter Honigerzeugung | 78,00 € | 5,2 % |
| Gebrauchsgüter Honigerzeugung | 58,50 € | 3,9 % |
Prozentuale Verteilung der Erzeugungskosten
Eine sehr gute Frage die mehrfach gestellt wurde ist: „Warum ist der Honig bei unseren heimischen Imkern so verhältnismäßig teuer?“ Nachfolgend eine graphische Zusammenstellung der Erzeugungskosten für 1kg Honig. Diese Verteilung variiert zwischen jedem Imker und hängt auch vom Honigertrag ab. Aufgrund der aktuellen Situation der Wirtschaft steigen bei allen Produkten die Preise, auch beim Honig.